Frühstück mit Madonna

„Ein Geflecht aus Einsicht und Intuition – Mein Weg zwischen Qi Gong, Meditation, Impulsen und unsichtbaren Welten“

Wie alles kam

Madonnen begleiten mich, seit ich denken kann. Aufgewachsen in Oberschwaben, standen sie einfach da – selbstverständlich wie Küchenuhren oder Heiligenbilder. Bei meiner Oma: eine kleine Madonna in einer Glaskugel aus Lourdes. Bunt, ein bisschen kitschig, vielleicht auf einer Muschel – oder auf meiner Erinnerung.

Und da war das „Victörle“, eine Urgroßtante auf dem Friedhof. Man besuchte sie, als wäre sie noch da. Für mich war wohl früh klar: Die Grenze zwischen hier und dort ist durchlässiger, als wir gern glauben.

Meine erste eigene Madonna bekam ich geschenkt: eine Holzfigur, von meinem Vater geschnitzt, von einem Kirchenmaler gefasst. Sie sprach nicht. Musste sie auch nicht. Ihre Gegenwart reichte, beruhigte meinen Geist.

Später wollte ich eine ganz bestimmte: die Ravensburger Schutzmantelmadonna. Ein Original, das heute in Berlin steht, während in Ravensburg nur noch eine Replik geblieben ist. Man kann Schutzmantelmadonnen kaufen – sie sind in verschiedenen Kulturen verankert, ich hätte aber gerne eine Ravensburger gehabt. Solche Figuren werden vererbt, nicht verkauft. Eigentlich.

Also suchte ich trotzdem. Erst eine Fotografie. Dann ein Ölgemälde bei einem Antiquitätenhändler – fast so groß wie ich selbst. Ich nahm es mit. Mit Mühe ins Auto, mühelos in mein Leben.

Seitdem hängt sie in meinem Übungsraum. Ich mache dort morgens Qi Gong, meditiere – und irgendwann fing ich an, bei Madonna zu verweilen. Diese Minuten sind zu einem Ritual geworden.

Denn in dieser stillen, mir heiligen Zeit passiert etwas. Gedanken ordnen sich. Bilder tauchen auf. Sätze entstehen. Es ist mein geistiges Frühstück. Und wenn es ausfällt, fehlt mir spürbar etwas.

Aus diesen Momenten schreibe ich. Mal sind es leise Einsichten, mal überraschend konkrete, fast alltagstaugliche Gedanken. Und manchmal auch Dinge, die sich nicht so leicht in Worten fassen wollen. Dieser Blog entstand aus dem tiefen Impuls, gewonnene Einsichten mit der Praxis von Qi Gong und Meditation zu verweben.

Mittlerweile hat sich das Ganze wie zu einem Flechtwerk entwickelt – aus Einsichten, Inspiration, Intuition, Qi Gong, Meditation und Impulsen aus einer Welt, die wir nicht mit unseren Augen sehen.

Ich jedenfalls lade Sie ein: Kommen Sie mit. In ein kleines, eigenwilliges Kulinarium des Geistes.

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