Kann Qi Gong bei Stress helfen?

Wenn wir etwas in unserem Leben verändern wollen,
müssen wir zuerst eines tun: etwas bewegen.
Das gilt für einen festgerosteten Türgriff genauso wie für uns Menschen.

Genau hier beginnt Qi Gong.
Seit Jahrtausenden nutzen Menschen diese besondere Form der Bewegung,
um Körper, Atem und Geist wieder miteinander in Einklang zu bringen.
Nicht, weil jede Bewegung automatisch entspannt, sondern weil sie
Ordnung schaffen kann – dort, wo wir sie verloren haben.
Vielleicht ist genau dass der Grund, warum sich viele Menschen fragen:

Hilft Qi Gong bei Stress?

Ja, Qi Gong kann bei Stress helfen – allerdings anders, als viele erwarten.
Qi Gong ordnet.

Nicht den Terminkalender.
Nicht die Welt um uns herum.
Sondern zuerst den Menschen.

  • den Körper
  • den Atem
  • den Geist

Und manchmal verändert genau das den Blick auf unseren Alltag und somit alles.

Jetzt könnte ich Dir natürlich erzählen,
dass drei Mal fünfzehn Minuten Qi Gong Pro Woche reichen und Dein Stress löst sich in Luft auf.


Schön wär’s.

Warum Qi Gong nicht gegen jeden Stress hilft

Warum das so ist, habe ich am eigenen Leib erfahren.
Qi Gong kann uns natürlich beim Stressabbau unterstützen, aber eben nur bedingt.

Wenn ich mich also in einer extrem gestressten Lebenssituation befinde und dann noch irgendwo Qi Gong reinpresse, weil mir jemand erzählt hat, dass es bei Stress super wirkt. Dann habe ich die 100%ige Garantie, dass es genau das Gegenteil bewirkt,
nämlich meinen Stress noch verstärkt.

Zuerst einmal müssen wir dort anfangen, wo wir sind.

Es ist ja schon einmal eine große Erkenntnis, festzustellen, ich bin gestresst!
Dann haben wir nämlich ehrlich erkannt, dass etwas nicht stimmt und unsere Handlungsfähigkeit zurückerobert. Jetzt haben wir festgestellt, dass wir ein echtes Problem haben, der Vorteil daran ist, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.

Herzlichen Glückwunsch dafür.

Und nur so nebenbei, Stress an und für sich wäre ja nicht schlimm, es kommt immer auf die Menge und auf die Dauer der Phase an, denn:

Die Auswirkungen vom Stress können schon groß sein:

  • Der Körper steht ständig unter Spannung.
  • Die Gedanken kommen nicht mehr zur Ruhe
  • Die Geduld wird kürzer.
  • Wir verlieren den Kontakt zu uns selbst.

Vor allem aber, dass wir selbst an uns und unserm Leben vorbeischlittern.

Vielleicht machen wir eine Annäherung daran zu betrachten, was Stress ist.

Es gibt nicht den einen Stress

Das Wort Stress stößt mich förmlich ab. Obwohl ich mittendrin war. Die nächsten Zeilen schreibe ich jetzt nicht um toll zu sein, sondern um Dir zu zeigen, dass ich sehr wohl weiß, was Stress ist. Ich habe neben meinen Ausbildungen Geld verdient um meine 1Jährige Weltreise zu finanzieren, neben meiner Fachhochschulreife habe ich gejobbt, wie auch neben dem Studium her, dessen Diplomarbeit ich neben der ersten Anstellung geschrieben habe. Hier hatte ich mir im Übrigen den Spitznamen: „Heidi hektisch“ erworben. Neben der Geschäftsübernahme des Familienbetriebes wurde ein Haus gebaut, Tai Chi und Qi Gong gelernt, die Heilpraktikerprüfung abgelegt und nebenbei habe ich mich zwischen all den nebenhers im Stress verloren.

Deshalb glaube ich heute, dass es nicht nur um Qi Gong gegen Stress geht, sondern darum, einen neuen Umgang mit Belastung, Anspannung und unserem Alltag zu finden.

Für mich ist Stress, entweder, wenn wir:

  • zu viel Dinge in zu wenig Zeit packen,
  • uns für inkompetent halten
  • der Aufgabe gegenüber nicht gewachsen fühlen,
  • wir mit anderen mithalten wollen, weil wir denken „des kehrt so“.

Sprich, es gibt nicht den Stress, über den so landläufig im Giesskannenprinzip gesprochen wird, nein, es gibt tausenderlei Stress, ach was sage ich Milliardenerlei Stresse. Wenn ich genau zu überlegen beginne, unendlich viele Stressfaktoren.

Genauso viele, wie wir erlauben.
Und das ist glaube ich der springende Punkt.

Welchen Stress erlaube ich in meinem Leben?

Hier muss ich sogar beim Schreiben erst mal eine Pause machen.

Denn diese Erkenntnis wäre heute noch reif dafür, auf einer Fahne zu stehen! Dieser Phase damals, als ich maximal gestresst war, bin ich heute zutiefst dankbar und Du vielleicht auch, denn dieser ist zu verdanken, dass ich heute Qi Gong üben und diesen Blog hier schreibe.

Der erste Schritt zurück zu Dir

Die Erkenntnis, dass wir gestresst sind, ist ja zuerst mal eine Große.
Ein Moment, in dem wir merken, dass wir so nicht mehr weitermachen können und unsere bisherige Lebensstrategie nicht mehr funktioniert.
Jawohl, wir haben uns ein zu großes Paket aufgeladen. Grad so, wie wenn man mit einem 25 kg Rucksack zum Trecking geht, ich kann Dir sagen, man gewöhnt sich da nur marginal dran, der ist einfach nur schwer!

Da gibt es direkt wieder eine Schreiblücke!

Das darf mal sacken.

Wie fühlt sich das an zu sagen:

Ich bin gestresst, weil ich mir zu viel aufgeladen habe“!
Ohaaa, das macht was mit uns.
Da hilft nicht einfach nur ein Qi Gong Kurs buchen, da gilt es schon genauer hinzuschauen.
Nämlich genau dahin:
Was ganz genau stresst mich denn“?

Wir Menschen sind sehr zäh, der Körper noch zäher, aber manchmal im Leben sind wir an einem „Tipping Point“ – die Englischen Bezeichnungen gefallen mir hi und da besser. Und genau an diesem Punkt fangen dann ganz alltägliche Dinge an, uns zu stressen. Der berühmte Tropfen, der das Fass dann zum Überlaufen bringt.

Darum möchte ich Dir für heute einfach die Frage mitgeben, einmal hinzuschauen:

Was stresst mich denn genau?“

Wie Qi Gong bei Stress helfen kann

Und wenn Du dann das Gefühl hast: Ja, jetzt bin ich bereit dafür, Qi Gong auszuprobieren, dann kann Qi Gong genau hier beginnen zu wirken.

Qi Gong besteht aus Übungen, die:

  • einfachen & wiederkehrenden sind
  • die keine Perfektion verlangen
  • sie sind leicht zu lernen und überall umsetzbar.


Viele Menschen nutzen Qi Gong zur Entspannung und zum Stressabbau.
Sie erleben, dass regelmäßiges Üben ihnen hilft, gelassener mit Belastungen umzugehen.
Auch wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass regelmäßiges Qi Gong das
Stressempfinden verringern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Übung, sondern eine regelmäßige Praxis, die ihren festen Platz im Alltag findet.
Für mich sind diese Bewegungen wie kleine Erinnerungen an uns selbst. Je öfter wir uns an uns selbst erinnern, desto mehr fangen wir an zu spüren, was wir brauchen. Wir lernen wieder, auf uns zu achten, uns ernst zu nehmen und gut für uns zu sorgen.
Genau deshalb können Qi Gong Übungen gegen Stress und innere Unruhe so wirkungsvoll sein.

Nicht, weil sie den Alltag verändern, sondern weil sie den Menschen verändern, der ihm begegnet.

Herzlichst,
Heidi

FAQ – Häufige Fragen zu Qi Gong bei Stress

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen